ICH! FROSCH und KÖNIG! Kapitel 3.

Kapitel 3: Rotkäppchen

„So machte sich seine Majestät der König in Froschgestalt weiter auf seinen Weg in die weite Welt hinein.

. An einem schwülen Sommernachmittag machte ich ein kleines Nickerchen am Waldesrand; an solch heißen Tagen genoß ich dort als frischgebackener Frosch mit Hingabe die wohltemperierte kühlfrische Luft, als ich plötzlich sehr unsanft aus meiner Siesta gerissen wurde. Ein zauberhaft schönes, blütenfrisches Mädchen stolperte nicht nur durch den Wald, sondern auch über meine Beine. Sie hatte ein neckisches, rotes Käppchen auf ihrem zarten Köpfchen, erschrak ein bisschen als sie mich sah,  musterte mich dann verwundert von oben bis unten, was kein Wunder war, waren doch auch in jenen Zeiten mannshohe Frösche ein absolutes Alleinstellungsmerkmal. Naja, sie stammelte was von “ Entschuldigen Sie, mein Herr! “ und wollte sich verdünnisieren, aber Ich alter Blumenfreund wollte sie für's erste zumindest schon mal in ein Gespräch verwickeln,  da der Kennerblick des passionierten Bildermalers natürlich tout de suite bemerkte welch auserlesenes Juwel an Mädchenschönheit da vor mir im spärlichen Gewande stand.

Und selbstverständlich  machte ich ihr artige Komplimente, bot ihr an, sie ein Stück Weges zu begleiten, weil doch in diesem großen dunklen  Walde allerhand lichtscheues Gesindel sein Unwesen treiben würde etc. etc....

Sie aber zeigte mir ihre unbedeckte, und leider kalte Schulter, plapperte  irgendwas von ihrer alten Oma und meinte tugendhaft schnippisch:

“ bin weder Fräulein, weder schön, kann ungeleitet nach Hause gehn “ und ließ mich verdutzt zurück.

Wie kam so ein taufrisches Mädchen dazu, solche Sätze rauszuhauen, eines Dichters würdig?! 

Na, von ihrer Oma hat sie das sicherlich nicht, grübelte ich vor mich hin und hüpfte weiter meines Weges.

Kurze Zeit später hatte sie wohl eine Begegnung  mit  einem Typen der sich nicht so leicht abspeisen ließ.“

 

 

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